Übungszug der Deutschen Bahn AG

 

Hier wollen wir eine ausführliche Beschreibung des Übungszuges der Deutschen Bahn AG liefern.

Der Zug besteht aus insgesamt 3 Waggons.

1. Waggon - Personenwagen mit Schulungsraum. Hier werden den Lehrgangsteilnehmern umfangreiche Kenntnisse zum Aufbau von Güterwagen, Gefahrguttransportwaggons und allgemeine Kenntnisse im Einsatzbereich der Bahn AG vermittelt. Der Waggon ist umgebaut zu einem großen klimatisiertem Schulungsraum, der alle erforderlichen Vorraussetzungen zu einer Ausbildungsmaßnahme hat.

2. Waggon - Kesselwagen, der von innen begehbar ist. Auch der Dachbereich ist begehbar ausgebaut. An diesem Waggon kann die praktische Unterweisung zu Kesselwagen erfolgen. Es sind an diesem Wagen alle möglichen Systeme der verschiedenen Kesselwagen angebracht.

3. Waggon - Kesselwagen mit Leckagen. Hier können Feuerwehren an den vielen Lecks versuchen, den Kesselwagen abzudichten, was bei einigen Lecks durchaus nicht einfach ist.

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Gesamter Gefahrgutzug in einem kleinen Bahnhof, der von unbeugsamen Fahrdienstleitern besetzt gehalten wird.

 Dies ist der Leckagewagen, an dem die Feuerwehren praktisch die Abdichtung von Lecks üben können.

 Am Tank des Leckagewagens sind neun Leckagen angebracht, die jeweils durch ein dazugehöriges Absperrventil geöffnet bzw. geschlossen werden können (Gefahrgut04.jpg):

1.      Riss im Bereich der Tanksohle

2.      Querriss seitlich am Tank

3.      weiterer Riss im Bereich der Tanksohle

4.      undichte Zapfarmatur

5.      weiterer Riss im Bereich der Tanksohle

6.      Riss im Bereich nahe des Drehgestellzapfens

7.      defekter Tankboden

8.      Doppelleck im Bereich der Sattelleiste

9.      Schweißnahtriss in Folge einer Flankenfahrt

Der Leckagewagen ist ein umgebauter Eisenbahnkesselwagen, der als Übungskesselwagen für das Handeln bei Freiwerden gefährlicher Güter vorgesehen ist.

An dem Leckagewagen können unter anderem Tätigkeiten, wie das Auffangen von Gefahrgut und das Abdichten von Leckagen, praxisnah mit den unterschiedlichsten Mitteln wie zum Beispiel mit Leckdichtkissen sowie mit Leckbandagen und Holzkeilen geübt werden. Die Gefahrgüter werden beim Üben durch Wasser ersetzt.

 Zusätzlich zu den neun Leckagen kann noch ein spezielles Rohr mit einer angenommenen Punktdurchrostung am Kesselwagen angebracht werden, an dem das Anlegen von Leckbandagen trainiert werden kann. Die Absperrventile für die Leckagen sind in einem Blechkasten, der mit einer herunterklappbaren Abdeckung versehen ist, untergebracht.

Für die Nutzung des Leckagewagens ist eine ständige Wasserversorgung notwendig, da im Wagen kein Wasserbehälter vorhanden ist. Die Wasserversorgung des Kesselwagens wird über einen C-Schlauch gewährleistet, der sich unterhalb des Unterbringungskastens für die Absperrventile befindet. Als Entnahmeeinrichtung für Wasser können u.a. Hydranten und Tanklöschfahrzeuge genutzt werden. Der Wasserdruck der gesamten Anlage wird durch einen regelbaren Druckminderer auf reale Druckverhältnisse (im Normalfall 0,4 bar) reduziert.

 

 Armaturenwagen 

     

Armaturen auf dem Dach des Armaturenwagens (I)

 

Armaturen auf dem Dach des Armaturenwagens (II)

 

Hydraulisches Belüftungsventil auf dem Armaturenwagen.