Chronik der Feuerwehr Velten

1951: Im Laufe des Jahres werden 21 von 36 Kameraden Lederarbeitsschuhe zugewiesen.

Ausrüstung: 1 Löschfahrzeug 1500 l/min (LF 15), 1 Lkw Borgward (Zugfahrzeug), 1 Tragkraftspritzen-Anhänger (TSA), 3 Tragkraftspritzen 800 l/min (TS 8), 1 fahrbares Luftschaumgerät.

Wegen mehreren Brandstiftungen richtet die Feuerwehr Velten in Abstimmung mit der Polizei Abwehr-Streifen ein.

Zur verbesserten Pflege von Schläuchen u. Gerät wird ein Schlauch- und Gerätelager eingerichtet.

In die drei Wohnungen des ehemalige „Beamtenwohnhaus“ werden drei Kameraden eingewiesen.

1952:   Das Tragen von Uniformstücken, auch Embleme an Kopfbedeckungen, außer Dienst ist verboten (eine ähnliche Anweisung gilt auch heute)! Bei Zuwiderhandlung wird das Uniformstück dem Träger entzogen! Für die Instandsetzung des Gerätehauses werden 2.000 M für 1953 veranschlagt. Für den Unterrichtsraum werden 20 Flachpolsterstühle und 5 Tische angeschafft. Dienststunden werden So. 10:00-12:00 und Mi. 19:00-21:00 Uhr abgehalten. Zur Verbesserung der Kameradschaft ist in kürzester Zeit ein Kameradschaftsabend durchzuführen!

            Das ungenormte LF 8 wird nach Nauen abgezogen. Der Staatliche Forstwirtschaftsdienst                Finkenkrug wird um Freigabe von Brandholz aus Jagen 235 bei Pinnow, Brandfläche ca.                8 ha., für die Kameraden gebeten.

Das LF 8 Mercedes ist bereits länger nicht einsatzbereit. Das Ersatzfahrzeug ist in Reparatur. Wegen der anstehenden Ernte wird jede weitere Verantwortung für den Feuerschutz in Velten abgelehnt

1955: Das Barackengrundstück Mittelstr. 36 neben Gerätehaus wird der Wehr als Übungsgelände überlassen. Es darf nicht als Grabeland genutzt werden.

1956: Die Wehr hat nur noch 8 Aktive, davon 5 die außerhalb arbeiten. Jede Verantwortung bei Brand wird abgelehnt.

1957: Der Rat der Stadt berät am 23.4.57 über die (Wieder-)Einführung einer Pflichtfeuerwehr.

Für die weitere Instandsetzung der im vorigen Sommer niedergebrannten Wohnbaracke auf dem Grundstück Mittelstraße 36 (Übungsgelände) werden noch Mittel benötigt.

1959: Für 1959 werden 29.500 M für die Feuerwehr veranschlagt.

1960: Die Stärke der Wehr beträgt 17 Mann. Für 1960 werden rund 12.000 M für die Feuerwehr veranschlagt.

1961: Es ereigneten sich 16 Brände, meist durch Fahrlässigkeit der Bürger. Gesamtschaden 552.000 DM. Bei rund 10.000 Einwohnern und einer Sollstärke von 50 Mann beträgt die Iststärke der Wehr nur 24 Mann.

1962: Die Feuerwehr Velten besteht 75 Jahre.

1964: Bei Brandschutzkontrollen werden in 23 Wohnungen 40 Mängel festgestellt.

1969: Die Dienststärke wächst von 30 auf 60, davon 7 Frauen. Für die Ausrüstung von 20 neu geworbenen Kameraden werden 5.000 M durch die Stadt außerplanmäßig zur Verfügung gestellt. Es werden 20 Feuermeldestellen eingerichtet.

1970: Die Ausrückezeiten liegen tags bei fünf, nachts bei drei Minuten (wie heute). Die Dienstbeteiligung der Männer liegt bei 30, die der Frauen bei 50 %. Von 41 Einsätzen werden 11 überörtlich gefahren. Es werden 270 Brandschutzkontrollen durchgeführt. Für 1971 werden für die Wehr Kosten in Höhe von 43.562 M veranschlagt; man hatte in Vorjahren nicht gut geplant.